12. Juni 2012

Paddeln und Mee(h)r

Manchmal muss man die Feste so feiern, wie die Feiertage fallen.

Wir NRWler, umzingelt von Niedersachsen, hatten wieder einmal an einem Donnerstag einen "Westfalentag", was unweigerlich einen Brückentag nach sich führt.
Sprich: Wir hatten ein langes Wochenende.
Schon wieder....
Daran könnte ich mich glatt gewöhnen.

Fronleichnam haben wir uns jedenfalls auf den Weg in Richtung Norden gemacht und nein... Diesmal ging es nicht auf die Insel, sondern nur für eine Nacht auf einen kleinen Campingplatz in Dangast.




In einer süßen kleinen Strandbar wurde das nicht vorhandene Meer genossen, dank der Seeluft und einer klitzekleinen Caipirinha tief und fest geschlafen, zum Frühstück am nächsten Morgen Kaffee und legendärer Rhabarberkuchen im Kurhaus genossen, bevor es hopplahopp weiter ging zum traditionellen Oldtimer-Treffen in Bockhorn.



Unfassbar, was sich dort alles tummelt und extrem schade, dass wir verfrüht wieder abreisen mussten, weil aufgrund verstärkten Pollenaufkommens ab Samstagmorgen an Genuss nicht mehr zu denken war.
So mussten wir uns tränenden Auges von allen anwesenden Freunden und  Bekannten verabschieden und zurück in die Heimat fahren.

Dort durften wir zum Glück aber wieder einmal erfahren, dass es zuhause doch am schönsten ist (vor allem pollenfreier als anderswo) und man die Seele auch in unserer Gegend wunderbar baumeln lassen kann, wenn man die Welt erst einmal aus einem anderen Blickwinkel sieht.

So sahen wir unsere Welt diesmal von der Werre aus, denn der weltbeste Inox hatte (rein zufällig - is´ klar) eine Woche vorher im elektronischen Auktionshaus ein Faltboot ersteigert, welches natürlich zu Wasser gelassen und Probe gefahren werden wollte.

Gesagt, getan....


"Im übrigen ist ein inmitten eines wirren Haufens von Hölzern, Gummi und Ausrüstungsgegenständen schwitzender Kajakmann stets grantigen Gemüts und von intoleranter Denkungsart. Außenstehende seien gewarnt, sie halten sich zweckmäßigerweise fern jeglichen Aufbauplatzes...."
Herbert Rittlinger "Neue Schule des Kanusports", 1962






Irgendwann stand das Boot aber nicht nur im eigenen Garten,



sondern lag standesgemäß in heimischen Gewässern.

Somit war der Sonntagssport dann auch erledigt, denn mit der Strömung zu paddeln ist zwar sehr entspannend und spaßig, gegen die Strömung, um zurück zum Parkplatz des Wagens zu kommen, dagegen schon etwas schweißtreibender.

Lustig war es allemal und fortan sind wir nicht nur stolze Bootseigner, sondern auch Bootshundbesitzer.
Die kleine Ötti-Töle wollte nämlich auf jeden Fall mit in dieses wackelige Ding.

Das nächste Wochenende kann also kommen.
Gerne auch mit etwas mehr Sonne...

Kommentare:

Frau Mahlzahn hat gesagt…

Jetzt hätt' ich fast gesagt, das muss Gedankenübertragung sein, denn ich habe gerade heute noch gedacht, wo Du wohl geblieben sein magst... aber jetzt ist das neue Post auch schon wieder weg...

Hoffe jedenfalls, dass es Dir gut geht und freue mich, bald wieder von Dir zu lesen.

So long,
Corinna

Perle hat gesagt…

Huhu Frau Mahlzahn,

ich schreibe gerade ganz fleissig die neuen Reiseberichte.
Irgendwie waren wir den ganzen Sommer unter Segel und ich bin ganz erstaunt, dass schon wieder September ist.
Wo ist das Jahr denn nur schon wieder hin???
Aber keine Bange. Hier geht es weiter.

Bis ganz bald,
Corinna