9. Juli 2011

Nur ein Traum

Wenn der WDR schon dafür wirbt,



dann konnten wir uns diese Aufführung natürlich nicht entgehen lassen, zumal die Freilichtbühne sozusagen direkt vor unserer Haustür liegt.

Den Sommernachtstraum habe ich zuletzt vor 20 Jahren (aaarghhh) in einer wundervoll mystischen Inszenierung in den Herrenhäuser Gärten gesehen, darum brauchte man mich nicht erst groß dazu überreden, das aktuelle Sommerstück der Bühne zu besuchen.

Handwerkerszene

Dass es sich bei diesem Stück um ein Musical von Heinz Rudolf Kunze handelt, habe ich leider erst registriert, als ich mit dem Programmheft in den Händen in Reihe 17 saß.

Nun ist Heinz Rudolf ja schon ohnehin nicht jedermanns Sache, aber was er aus diesem wunderbaren klassischen Stück gemacht hat, ließ mich bisweilen schon ein wenig an seinem Verstand zweifeln und so etwas wie "Fick Dich ins Knie" will ich in solch einer Aufführung eigentlich gar nicht hören, schließlich befinde ich mich nicht in einer Drei-Groschen-Oper.
Mir persönlich war dieser Mix aus Klassik und Moderne dann also doch etwas zu gewagt.

Dann sind Musicals in einer Laienschauspielgruppe sowieso immer so eine Sache, schließlich ist nicht jeder zu Verfügung stehende Darsteller mit dem Talent der Stimme gesegnet, so dass manche Szenen zusätzlich eine doch eher unfreiwillige Komik erhielten, weil sich die eine oder andere Stimmen für mich fpaniff anhörte.

Bottich

Sehenswert ist das Stück aber allemal, denn die Kostüme und die Qualität der Darsteller (von der gesanglichen der meisten einmal abgesehen) ist sensationell, wobei der Puck und Bottich der Küfer für mich einwandfrei die Helden des Abends waren.

Puck

Beste Singstimme des Abends war die Mottenelfe, die beim Schlaflied für die Elfenkönigin Titania die Nachtigall gegeben hat.


Termine

1 Kommentar:

Frau Mahlzahn hat gesagt…

Da wäre ich bestimmt auch gerne hingegangen, auch wenn mich der Puck in der Einspielung nicht so überzeugt hat. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass es ein netter Abend war.

So long,
Corinna