15. August 2010

Fanø 2010

Jetzt mal Spaß beiseite...

Das dänische Essen gehört verboten!
Warum muss denn da alles so sensationell lecker schmecken? Ich wollte im Urlaub doch eigentlich gaaaaanz viel Sport treiben (also noch mehr als ohnehin schon), mich gesund ernähren und mit 4 Kilo weniger nach Hause kommen.
Und was ist passiert?
Ich habe zwar ganz viel Sport getrieben, aaaber die Dänen haben nicht nur unglaublich köstliches Gebäck mit ganz vielen ungesunden Kohlenhydraten darin - nein, sie ummanteln jedes einzelne Kohlenhydrat mit unglaublichen Mengen ungesättigter Fettsäuren in Form von Butter im Gebäck. Soooo leckeeeeer!

Mit ein bis zwei Blätterteigbrötchen zum Frühstück, einem hinreichend portionierten Stück Kanelstang zum Mittag, auf dem Rückweg vom Strand das tägliche Eis und abends lecker Salzwiesenlamm von Schlachter Christiansen vom Grill KANN man gar nicht weniger werden. Unmöglich! ;-)




Der Urlaub war aber nicht nur des Essens wegen wunderbar.
Wir hatten einfach soviel Spaß wie schon lange nicht mehr, viel Glück mit dem Wetter, wirklich nette Nachbarn (ab durch die Hecke), alte und neue Freunde am Strand und keinen einzigen Moment Langeweile, obwohl wir weder einen Fernseher, Internet oder sonstige "Normalbeschäftigung" dabei hatten.

Wenn in der ersten Woche ausnahmsweise einmal nichts zu tun war, dann konnten wir uns prima die Seifenoper im Zelt nebenan anschauen, in der ein armer Vater offensichtlich zum ersten Mal ohne die Mutter, mit seinen Kinder in den Campingurlaub gefahren ist.
Er selbst hat noch offensichtlicher noch niemals zuvor gezeltet. Anders lässt es sich nicht erklären, wie ein erwachsener Mensch sein Zelt sperrangelweit offen stehen lässt, während über uns die Sintflut hereinbricht. Vielleicht hat er aber auch einfach nur sein Wasserbett zuhause vermisst.
Dementsprechend planlos ging es jedenfalls nebenan vonstatten.

Das völlig unsportliche (im doppelten Sinne) Trollkind krakeelte wahlweise darüber, dass
a) Inseln an sich doof und immer völlig verbaut seien,
b) die Mama nicht dabei sei,
c) "man hier überhaupt nichts machen kann"
d) die Kuscheltiere zuhause ohne ihn nicht zurecht kämen,
e) die Schulter vom ständigen Liegen auf unkomfortablen Isomatten weh täte,
f) den-Tisch-decken voll nicht sein Hobby sei,
g) die Schwester, die bereits gefühlte 40 Seiten aus Harry Potter vorgelesen hatte, jetzt aber unbedingt noch mindestens vier Seiten weiterzulesen hätte, weil man anderfalls den Urlaub nicht ertragen könne,
h) der Vater überhaupt froh sein dürfe, dass der Sohn mitgekommen sei,
i) die Freunde, die sich ebenfalls im Campingurlaub befänden, per se ganz andere Typen seien und man
j) überhaupt nur nach Hause wolle,

während wir vier in unserem Bulli saßen, uns leise diverse Erziehungsmaßnahmen für den Jammerlappen ausdachten, und so gar kein Verständnis dafür aufbrachten, warum sich irgendein Erziehungsberechtiger das tatsächlich 24 Stunden am Stück anhört.

Wir jedenfalls waren froh, dass wir nur eine Woche lang 8 Stunden pro Nacht diese Leier ertragen mussten, denn wir hatten jeden Tag unglaublich viel Spaß auf dieser ganz und gar nicht verbauten, wundervollen Insel mit jeder Menge Natur und noch mehr Strand.

Und überhaupt...


dieser Strand...

endlose Weiten...


Meeresrauschen...


Frühstück zum Selberkäschern... :-)


Wir waren eigentlich immer den ganzen Tag irgendwie unter Segel.

Keine Zeit für Langeweile, weil zwei Wochen ganz schnell vergehen, wenn man jeden Tag auf Achse ist.



Da musste man für den Shoppingtermin in Esbjerg schon früh aufstehen, denn die Sonne ließ nie wirklich lange auf sich warten.


Und wenn sie sich doch einmal einen ganzen Tag lang hinter einer Regenwolke versteckt hat, so haben wir den Tag genutzt, um endlich einmal im Fliesenmuseum in Nanas Stue in Sønderho einen leckeren Milchkaffee zu trinken.


So etwas sieht man schließlich auch nicht alle Tage.



Den Rest der Zeit verbrachten wir am Strand


mit Sport,


Spaß,


und Spiel.



Fazit:
Wer sich auf Fanø langweilt, ist selber schuld!



Kommentare:

Hans hat gesagt…

Du sagst es!! "Wer sich auf Fanø langweilt, ist selber schuld"!
Eines Tages wird auch sicher so wie bei uns, einer deiner "Zwerge" zum ersten Mal am Steuer sitzen und ganz stolz ein Auto lenken. :-) Ist zwar verboten.. aber.... :-)

dicke, alte Frau hat gesagt…

Liebe Perle, das ist ein schöner Urlaubsbericht. Ich bin ja ein absoluter Nordlandfan, liebe aber auch die Deutsche Küste.
Das macht Lust auf Mee(h)r!
Ganz liebe Grüße, die Christiane

Nictom hat gesagt…

Hej, das heißt nicht Schwerz bei Seite, sondern Witz um die Ecke.
Habe ich damals bei unserem Berlinausflug von Motombo Umbokko gelernt.
Bin doch froh, wenn ich mein Wissen weiterleiten kann ;-)
Hacjja, warum haben wir eigentlich keinen solch tollen Strand in Lüdenscheid? Wir üben gerade "Urlaub Zuhause". Schon komisch.
LG
Nictom

Nictom hat gesagt…

Ich sollte wohl mehr mit der Vorschau arbeiten...
Tausche den Schwerz gegen Scherz aus.

Perle hat gesagt…

@Hans:
Es dauert gar nicht mehr so ganz lange, dann darf der Große das sogar ganz legal - das Lenken unseres Autos. *hmpf*

@Christiane:
Gell? Ich könnte auch schon wieder!*seufz*

@Nictom:
Urlaub zuhause? Geht das wirklich?
Bei uns artet das immer in "Arbeitslager" aus.
Trotzdem wünsche ich Dir und dat Tobi wenigstens noch ein paar sonnige Urlaubstage.