8. Mai 2010

Neues Großprojekt

Laut Landesbauordnung für NRW müssen Wohnraum- und Grundstückseigentümer bis spätestens 2015 sämtliche Hausanschlüsse und Abwasserrohre auf Dichtheit prüfen lassen.

Heute morgen wurde in unserer Straße probehalber schon einmal geprüft und festgestellt, dass nichts dicht hält.

Prima!
Der Sommer steht noch vor der Tür und war schon immer unsere bevorzugte "Bauphase".

Wenn wir erst einmal das Pflaster rund um das Haus und die Erde über den Leitungen freigelegt, die Tonrohre saniert und die gesamte Bepflasterung neu verlegt haben, werde ich wieder aussehen wie nach 2 Jahren täglichen Besuchs des Fitness-Studios - und dazu (hoffentlich) auch noch gebräunt wie ein Brathähnchen.

Tolle Idee...
Ich freu mich schon drauf.
Wir hatten schließlich noch so gar nichts für diesen Sommer vor. :/

Kommentare:

Inox hat gesagt…

Die Hauptleitung verläuft an der Nordseite... ist also leider nichts mit Brathähnchen :(
Lass uns mit der Buddelei noch ein Jahr warten, dann gibt es möglicherweise Zuschüsse und du kannst diesen Sommer trotzdem in die Sonne ;)

Nictom hat gesagt…

Hmm, vielleicht setzen die das auch noch auf später...
Kann man auch nicht irgendwie anders eure Hausanschlussleitung sanieren?
Ansonsten viel Erfolg beim Austausch eurer Leitungen!
Wer hat das eigentlich getestet? Die Gemeinde selber? Oder habt ihr jemanden beauftragt eine Dichtheitsprüfung durchzuführen?

LG
Nictom

Achja, hat die Gemeinde tatsächlich eure Leitung abgedrückt oder befahren? Oder nur die Abwasserleitung in dem Straßenbereich?

Perle hat gesagt…

@Nictom:
Könnte man sicherlich.
WENN man im Lotto gewonnen hat.

Hier wird das von einem Sachverständigen mittels Wasser und Blick auf die "Abflussdauer" in einem Kontrollschacht geprüft.

Sollte auf jeden Fall gemacht werden, weil das für die Umwelt bestimmt nicht toll ist, wenn ganze Straßenzüge ihre diversen Abwässer direkt ins Grundwasser abführen (weil die Rohre nicht mehr halten).

Nictom hat gesagt…

Also von so einer Prüfung habe ich noch nichts gesehen. Da kann er nur schaun, ob das gefärbte Wasser dort ankommt oder ob es einen anderen Weg/Leitung nimmt.

Ja, in Eigenregie sind neue Leitungen verlegen das richtige. Nur wie prüft ihr hinterher eure Rohre auf Dichtigkeit?
Lasst ihr die dann erstmal abdrücken? Was natürlich auch nicht günstig wird.
Wer hat den "Sachverständigen" bestellt? Wer bezalht diesen Mann?
Oder ist das nur ein "Angstmacher", der hofft, dass da eine Firma dann Aufträge erhält die Leitungen zu erneuern?
Bin gerade etwas skeptisch...

Denke, dass ihr so oder so eine Dichtheitsprüfung von eurer Leitung bei der Gemeinde oder den Stadtwerken oder wer auch immer dafür zuständig ist, abgeben müsst.

Viel Erfolg beim Buddeln!
Bei Fragen einfach mal anrufen, wenn ich selber nicht weiter weiß, dann mache ich mich bei meiner Kollegin schlauer.

LG
Nictom

Inox hat gesagt…

Hi Nictom,
klick mal in dem Beitrag auf den Link: Landesbauverordnung.
Das betrifft alle Hausbesitzer in NRW. Bis 2015 ist dieser Nachweis zu erbringen. Die Prüfung läuft wie folgt ab: Im Kontrollschacht wird die Abwasserleitung, die vom Haus kommt, mit einer Blase verschlossen.
Dann wird im Haus ein Hahn aufgedreht, bis die Leitungen voll gelaufen sind und der Pegel am tiefst gelegenen Abfluss steht. Der Hahn wird geschlossen und innerhalb einer halben Stunde, darf der Pegel (bei ca. 40m Abwasserrohr) um nicht mehr als 3 Liter sinken (Ausgerechnet durch Rohrdurchmesser und Wasserspiegel)
Die Häuser in der Nachbarschaft haben ca 20l pro Minute verloren und das bei kürzeren und neueren Leitungen als bei uns. So sieht das aus.

Nictom hat gesagt…

Keine Sorge, ich kenne diese Verordnung. Leider gibt es hier in der Gegend sogenannte Kanalhaie. Firmen, die mit dubiosen Tests den Hausbesitzern erklären, dass ihre Hausanschlussleitungen defekt sind und nach einer Kamerabefahrung für 50 Euro eine Sanierung für 5000 Euro vorschlagen...
Daher werde ich nur hellhörig, wenn jemand sofort meint, dass seine Leitungen undicht seien.
Wenn das bei euch in normalen Bahnen gelaufen ist, ihr den beauftragt habt zur Prüfung, dann mache ich mir nun keine Sorgen mehr um euch.
Wollte nur nicht, dass ihr irgendwelchen Kanalhaien auf den Laim geht. Hier jedenfalls haben sich die Stadtwerke deshalb auf die Lauer gelegt und die Firma direkt darauf ansprechen können und die Kanalhaie sind ziemlich klein wieder abgezöckelt.

Das ist nur mein Gedanke gewesen.

Viel Erfolg beim Buddeln und drückt dann die Leitung auch nach der Erneuerung ab (bevor ihr den Graben wieder verfüllt), damit ihr eurer zuständigen Behörde die Dichtheitsprüfung vorlegen könnt.
Anschließend werden diese Dichtheitsprüfungen in regelmäßigen Abständen von den Haushalten gefordert (ich glaube alle 8 Jahre).

LG
Nictom