6. März 2010

Ein wundervoller Schmöker


Ich oute mich jetzt mal:
Als Kind habe ich die "Dornenvögel" geliebt. Richard Chamberlain war zwar nicht mein Fall, aber diese Liiiiiiebe zwischen den Menschen und diese wundervollen Landschaften allüberall. *seufz*

Und genau so ein wundervoller Schmöker ist auch "Das Land der weißen Wolke". Nur, dass die Frauen in diesem Roman wesentlich tougher sind als Meggie damals. Außerdem verliebt sich die Hauptprotagonistin in einen "richtigen" Kerl und nicht in das Weichei.

Nun aber zum Roman. Der erste Teil ist so gut, dass ich gestern (Gestern? Ach was! Heute!) doch tatsächlich erst um 2.30 Uhr ins Bett gekommen bin, weil ich unbedingt noch das Ende lesen musste.

Zwei junge Engländerinnen kommen mit der "Dublin" anno Achtzehnhundertschrecklich nach Neuseeland, um dort ver-, bzw. geheiratet zu werden.

Helen, eine ehemalige Gouvernante, bzw. Hauslehrerin, ist mit ihren 27 Jahren schon fast eine alte Jungfer und findet über eine Annonce im örtlichen Kirchenblatt ihren vermeintlichen Traummann in Übersee.

Gwyneira, eine temperamentvolle junge Lady, wird von ihrem adeligen Vater beim Pokern an einen "Schafbaron" verzockt und soll den Sohn des neureichen Schafzüchters aus Übersee heiraten. Abenteuerlustig, wie Gwyneira ist, freut sie sich sogar auf die Reise ins ferne Land.

Auf der dreimonatigen Reise auf dem Segelschiff von London nach Christchurch lernen sich die beiden Damen kennen und schließen eine tiefe Freunschaft, obwohl sie aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten entstammen.

Das Buch wäre aber nur halb so spannend, wenn nun alles Friede, Freude, Eierkuchen wäre.
Natürlich kommt alles anders, als es sich die jungen Damen erträumt haben und so durchlebt der Leser eine Geschichte voller Liebe, Herz, Schmerz, Hass, Freundschaft und Glück.

Die Autorin vermag es, ein wundervolles Bild der Landschaften zu beschreiben, so dass man nur die Augen schließen muss, um sich vorstellen zu können, was die beiden jungen Frauen sehen.
Ich bin nur froh, dass der zweite Band schon vor mir liegt.

Sobald ich den Neuschnee weggeschippt habe, kann ich mich in den Fortgang der Geschichte stürzen.

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