9. März 2010

Das zweite Leben des Herrn Roos

.. habe ich mir von Dietmar Bär vorlesen lassen, während ich diese süße kleine rosa Socke gestrickt habe. Wie immer nur eine Socke. Irgendwie kann ich mich nie aufraffen, auch eine zweite Socke zu stricken.
Egal...


Zurück zum (Hör-)Buch.

Herr Roos ist ein introvertierter Mann um die 60, der jeden Tag artig zu seinem stupidem Arbeitplatz dackelt, dort seine Zeit bis zum Feierabend absitzt und zuhause versucht, möglichst wenig von seiner Frau und seinen zwei Stieftöchtern mitzubekommen.
Ante Valdemar Roos hat keine Freunde und ist am liebsten allein mit einem guten Buch.

Auf den ersten Blick ist der tragische Held dieser Geschichte überhaupt kein Sympathieträger; bis er einen unerwarteten Lottogewinn erhält, sich hiervon ohne das Wissen seiner Frau irgendwo in den verschwiegenen Wäldern Schwedens eine einsame Hütte kauft und dort auf Anna trifft - ein Mädchen, das aus einer Drogenentziehungsanstalt entlaufen ist und ausgerechnet in Valdemars Hütte Unterschlupf sucht.

Und dann fängt für Ante das Leben an. Aber richtig!

Am Ende hatte ich den alten Mann wider Erwarten so richtig ins Herz geschlossen, so einfühlsam hat der schwedische Autor Håkan Nesser das zweite Leben des Herrn Roos geschrieben.

Kommentare:

Bea hat gesagt…

Muss ich lesen!
Süße Socke! Trägst Du dann immer zwei verschiedene (das war lange Zeit ein Spleen von mir) oder trägst Du sie dann gar nicht?

Perle hat gesagt…

Die trage ich vorerst gar nicht. Die darf sich in meiner UFO-Kiste mit der noch nicht verarbeiteten Wolle tummeln. :-)

Svenja-and-the-City hat gesagt…

Oh, die sehen süß aus. Total niedlich. Ich habe leider nie stricken gelernt. Vermutlich wäre ich auch viel zu ungeduldig dazu und würde mir eine Strickmaschine kaufen (oder eine heiraten :-)

Nictom hat gesagt…

Hmmm, Socken stricken und dann noch mit Muster ist wohl schon die hohe Kunst beim Stricken. Ich habe jedenfalls mit 5 Jahren da Rückenteil eines Pullis für mich gestrickt (danach wurde das Frontteil von meiner Ma übernommen, hätte sonst zu lange gedauert).
Also "geradeausstricken" kann ich noch, aber noch ne Form in Form von Socke... *zweifel*

Mein letztes Buch mit "mehreren" Leben war übrigens "Mieses Karma". War recht amüsant. Ging auch um jemanden, der nicht sofort sympatisch beschrieben wird und danach viel sympatischer wird.

LG
Nictom

Sockenlibeth hat gesagt…

Moin, nicht zum Post gehörig aber zu deine r ravelry - Frage :
geh in der oberen Leiste auf pattern, da erscheint dann die browse- seite, da kannste den Musternamen eingeben. click auf search, dann erscheint ein ml. Bild mit zB der Paraphernalia, das clickst du an und es erscheint die Projektseite, wo du dann auf "This pattern is available as a free Ravelry download " gehst, da suchst du dir die verfügbare Sprache aus, kannst öffnen oder in deiner library speichern und später aufrufen, bzw, direkt ausdrucken. so einfachbist das ;o)

lG Lisabeth

Sockenlibeth hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Perle hat gesagt…

@Svenja: Über eine Strickmaschine habe ich auch schon mal latent nachgedacht; ob Du es glaubst oder nicht.;-) Letztendlich wäre es dann aber EIN maschinelles Ungetüm mehr im Keller, weil ich das unter Garantie doch nieee benutzen würde - außer als geistige Hilfestellung für den Fall der Fälle. Außerdem können Strickmaschinen keine Socken stricken, soweit ich weiß. Hmmm... Aber vielleicht sollte ich dem mir Angetrauten noch das Stricken beibringen. So nach dem Motto: Geteiltes Leid ist halbes Leid - jeder strickt eine Socke und schon hat man ein Paar...*Hmmmm (Idee merken)*

@Nictom:
Du bist wieder daaaaaa!
1. Meinen allerherzlichsten Glückwunsch nachträglich!
2. Wie war der Urlaub???
3. Bin ich froh, dass Du doch nicht verhungert bist (entgg. diverser Unkenrufe seitens Deiner besseren Hälfte)

@Sockenlisbeth:
Vielen lieben Dank für die Anleitung. Ich hoffe, dass es nun auch bei mir mit den Strickmusterausgaben klappt.

Nictom hat gesagt…

Zu 1: Danke!
zu 2: Keine Ahnung, wo ich da anfangen soll... Aufregend, laut, stinkend, überraschend, verzweifelnd, froh über viele Dinge, die wir Zuhause enorm besser haben, zusammenschweißend,verwirrend, enttäuschend, heiss und warm, Bekanntschaften geknüpft, auf die ich liebend gerne verzichtet hätte (Beginnend bei nervenden Indern, Kakerlaken und Bettwanzen), überfüllte Züge, späte Flüge etc.

Zu 3: Bin auch überrascht, dass ich nur 2 kg abgenommen habe. Bei Dauerdurchfall eigentlich ein Wunder, oder?

Irgendwann mal mehr...

LG
Nictom

Frau Mahlzahn hat gesagt…

Darf ich dir den Pulli schicken, den ich jetzt schon im dritten Jahr nicht fertig bekommen habe? (Wenn er denn mal fertig ist, wird er niemandem hier mehr passen, *grummel*)?

Die Socken sehen echt süß aus, ich bewundere das sehr, dass Du so toll stricken kannst!

Eine Frage zum Buch: hat man denn da kein Mitgefühl für die Frau, die er hat sitzen lassen? Irgendwie hört sich das arg an, da lebt man jahrelang nebeneinander her und plötzlich soll das alles nix gewesen sein, hätte man da nicht mal vorher überlegen können, ob man was unternimmt? (Habe das Buch gerade auf meine Leseliste gesetzt, das interessiert mich jetzt).

So long,
Corinna

Perle hat gesagt…

Liebe Corinna,
heißen Dank für Dein Kompliment zu meinen "Strickkünsten", aber irgendwie stelle ich fest, dass ich nur ein klitzekleines Lichtchen unter diesen ganzen Koryphäen in dieser Bloggerwelt bin. Welche Größe hat den Dein UVo?

Zum Buch:
Ich weiß nicht, ob ich eine Frau wirklich bemitleiden soll, die ihren Mann als Möbelstück beschreibt - als Sofa, um genau zu sein.

@Ncitom: Ich bin - wie immer - gespannt auf den Reisebericht. ;-)

thecoyote hat gesagt…

Es gibt schlimmeres als als "Sofa" bezeichnet zu werden.

Sushi. So hat meine Ex-Frau mich immer genannt.

Kalter Fisch.

Perle hat gesagt…

@Coyote:
Ex-Frau??? Gibt es bei Dir doch dunkle Geheimnisse, die ich (noch) nicht kenne??? *Neugier geweckt*

thecoyote hat gesagt…

Ja. Aber das war ein Zitat aus "Blade Runner".

Frau Mahlzahn hat gesagt…

Nun ja, ich kenne das Buch nicht, aber ich denke mir, die Frau, wäre sie die Protagonistin, hätte sicher auch ihre Seite der Geschichte zu erzählen, ;-).

So long,
Corinna

Nictom hat gesagt…

Huch, für mich war jetzt nicht ganz so klar, dass Herr Ross seine Frau sitzen gelassen hat... Ich kleines Naivchen habe mir vorgestellt, dass er da nur eine eigene Rückzugsmöglichkeit hat und zufällig Bekanntschaft mit diesem Mädchen schließt und dieses evtl. bei sich in der Hütte wohnen lässt...

Wehe, wenn mich Tobi irgendwann mal mit nem Möbelstück vergleicht. Da ist mir Eichhörnchen wesentlich lieber :-D

Reisebericht wird wohl erstmal eher mündlich/telefonisch passieren, zum Schreiben fehlt mir vor lauter zuerledigenden Kram (Steuererklärungen 2008 und 2009 sind nur die Spitze des Eisberges) irgendwie die Zeit...

LG
Nictom

Perle hat gesagt…

@Frau Malzahn:
Hätte sie, hätte sie. Aber in diesem Buch spielt sie nun einmal nur eine Nebenrolle.
Manche Ehen sollten einfach besser geschieden werden und werden nur der Form halber aufrecht erhalten.Man hat sich eben "arrangiert". Ob das immer der Weisheit letzter Schluss ist und alle Beteiligte auf Dauer glücklich macht, sei dahin gestellt.

So, wie Frau Nictom die Zusammenhänge verstanden hat, ist es übrigens auch richtig.
Du bist also gar nicht naiv, Nic, sondern intuitiv. ;-)