12. Februar 2010

Perles fixe Versuchsküche - Rotkohl aus der Tüte

Manchmal überfällt mich ja so ein richtiger Heißhunger auf Rotkohl.
So auch gestern wieder...

Doof nur, dass der Selbstgekochte aus der Truhe mal wieder aus war und so musste ich doch auf Tütenfutter zurückgreifen, was ich ja wirklich und ehrlich nur ungern mache.
Es kam auch, wie es kommen musste, als ich die Tüte öffnete:
Es stank (nein, es roch nicht mehr) wie erwartet nach Essig.
Kraut aus der Tüte riecht und schmeckt immer fürchterlich sauer.
Ich weiß gar nicht, was sich die diversen Hersteller dabei denken.
Ich meine, wie sollte das Zeug schon schlecht werden, wenn es unter Schutzatmosphäre vakuumverpackt wird?
Da muss man den Kohl (oder auch Bohnen... ganz schlimm) in Essig ertränken.
Nun ja. Sei es drum.

Weil ich also Rotkohl liebe, den Essiggeschmack von dem Tütenfutter aber nicht mag, habe ich kurz überlegt, wie ich den neutralisieren könnte.
Und siehe da... Nachdem ich erst versucht habe, den Geschmack mit Gänseschmalz, Nelken, Chianti, kleingeschnittenen Boskop-Äpfeln und etwas Zucker zu überlagern, bin ich auf die Idee gekommen, einen Teelöffel vom guten alten Hausnatron unter das Kraut zu rühren. Jeder Chemielehrer hätte sich über den Effekt sehr gefreut. Es schäumte nämlich, was das Zeug hielt.
Danach aber schmeckte der Rotkohl so, wie ich das von Rotkohl erwarte. Mild! Und einfach nur lecker!

Dazu gab es die typischen Nürnberger Rostbratwürstchen und selbstgemachtes Kartoffelpü(reh ;-))

Kommentare:

yael hat gesagt…

Natron!!!Stimmt! Das gute alte Mittel für alles und jedes. Ich schmeiß bei Rosenkohl immer ne Bullrich-Tablette mit ins Kochwasser, davon kriegt er so'ne tolle Konsistenz.
Ich hätte dir sonst für Notfälle den Rotkohl von Kühne empfohlen, der aus dem Glas, der ist okay. :-)

daniela hat gesagt…

Das ist ja mal eine gute Idee! Hab schon 2 oder 3 verschiedene Sorten von diesem "schnell in der Mikrowelle gemacht" Rotkohl gekauft, kam aber einfach nicht mit dem Geschmack zurecht.
Da mir aber erheblich was an Obst & Gemüse auf dem täglichen Speiseplan fehlt, werd ich das mal testen!

Anonym hat gesagt…

Brate grad ne Ente dazu gibt's Klöse und Rotkohl von Kühne außem Glas. In den Rotkohl mach ich selbstgemachten Apfelmus. Lecker! Leider muß ich alles alleine essen, da ich meine Frau ins Krankenhaus bringen musste und die erst in 4 Tagen oder so rauskommt :,-(
VG
Florian

Perle hat gesagt…

@yael und daniela:
Ja, Omas gute alte Hausrezepte sind meistens doch ganz sinnvoll.

@Flo:
Ich hoffe, Dir hat die Ente trotzdem geschmeckt.
Sandra (Dir natürlich auch, aber ihr als Leidtragende ganz besonders )drücken wir auf alle Fälle ganz fest die Daumen, dass alles gut verläuft.

Anonym hat gesagt…

Sooo Selbsttest Ente beendet.
Ergebnis:
Eine Ente, 700g Rotkohl, 200g Apfelmus und sechs Knödel reichen für ein Abendessen und ein Frühstück (für mich allein). Lecker!

Hab Sandra heut aus dem Krankenhaus holen dürfen.
Problem war mechanisch bedingt und nun soll alles besser werden :-) *Daumen drück*

Danke euch nochmal!

Vile Grüße
Florian

Perle hat gesagt…

Das freut mich aber ganz besonders zu lesen, Flo. Du kannst aber der Deinen nun auch mal eine neue Ente braten. (Der Storch ist ja schon gebraten. ;-) )