25. September 2009

Tapferes Schneiderlein

Nachdem ich auf dem Stoffmarkt in Hannover ja nun keinen Stoff für den unsäglichen Hocker vor der Fensterbank gefunden habe, habe ich mich gestern an eine Tischdecke aus vergangen Zeiten erinnert, die irgendwo in einem Vakuumbeutel auf unserem Kleiderschrank vor sich hin dümpelte.
Der Stoff war seinerzeit von JAB Anstötz in Bielefeld, die regelmäßig einen Lagerverkauf machen.

Die Maße des Hockers waren schnell abgenommen und so konnte ich mich zum ersten Mal an das Wagnis einen Keder selbst zu nähen trauen, nebenbei herrlich unterhalten von Frieda und Anneliese.

Das Ergebnis sieht so aus.



So langsam wird hier alles weiß. *freu*

Die Schnittvorlage für die Jacke, die ich mir aus dem neu erworbenen Stoff nähen möchte, habe ich heute vorbereitet.
Und nun ringe ich mit mir, ob ich mir zur Vervollständigung meines privaten Maschinenparks diese Overlock leisten soll oder es lieber lasse und auf ein hochwertigeres Model spare.
Die Jacke muss einfach noch ein wenig warten, bis ich mir schlüssig geworden bin.

Hach... Wenn doch nur das wenn nicht immer wäre. ;-)

Kommentare:

Frau Mahlzahn hat gesagt…

Oh, wie ich Menschen bewundere, die so etwas hinbekommen! Ich hab' da so gar kein Händchen für, was daran liegt, dass ich niemals die Geduld für die nötige Sorgfalt aufbringen könnte. Bei mir hat alles, was nicht husch, husch geht, einfach keinen Wert, *ggg*.

Aber wie gesagt: ich bewundere diese Kreativität sehr und staune nicht schlecht, dass Du Dir sogar Kleidungsstücke nähst!

So long,
Corinna

Nictom hat gesagt…

Woher nimmst du nur die Zeit???
Familie, Arbeit, Arbeit Zuhause, hier bloggen und dann noch Kunststücke auf der Nähmaschine vollbringen!
Das haut mich um und hätte ich nen Hocker, würde es mich von selbigen hauen.
Hut ab!
(den habe ich ja ;-) )

LG
Nictom

Perle hat gesagt…

Danke Nictom, aber der Hut ist ganz und gar nicht zu ziehen.
Irgendwie hab ich die Zeit tatsächlich gerade übrig, was zum einen daran liegt, dass ich momentan ja nur halbtags arbeite und nach der Arbeit an den Küchentisch gefesselt bin, weil ich die Hausaufgaben beaufsichtigen muss (!!!).

Sollte ich hier zwei Stunden auf diverse Schulhefte starren müssen, ohne zwischendurch etwas anderes tun zu dürfen, DANN würde ich wahrscheinlich wahnsinnig werden. ;-)

Außerdem schaue ich ja - wie Du vielleicht noch weißt - selten bis gar nicht Fernseh. Von daher bieten sich die Abendstunden doch prima dazu an, ein bißchen kreativ zu sein bei was auch immer.

Gestern abend allerdings habe ich doch einmal den Fernseher angeschaltet und die Wahlprognosen und Ergebnisse beobachtet, während ich die Einzelteile für meine Jacke schon zugeschnitten habe.

Und während ich das hier jetzt schreibe, schaut mich mein Fußboden gelinde entrüstet an, weil er eigentlich gewischt werden müsste.
Ich setze halt meine Prioritäten so, dass ein wenig Kreativität nicht zu kurz kommt. ;-)

Nictom hat gesagt…

Gut, das erklärt einiges, aber nicht alles.
Isch habe seit diesem Jahr gar keinen Fernseher...
Als es gestern um die Wahlen ging, haben Tobi und ich vormittags bis nachmittags zwei Schränke für den Flus zusammengeschraubt und sind gegen 16Uhr nach dem Kakao und Kuchen wählen gegangen. Bevor wir nun überlegen konnten, wo wir die Wahlen sehen (Fernseher ist ja keiner Zuhause) ist uns unser Nachbar über den Weg gelaufen und wir haben uns seinen Labrador ausgeliehen, haben gute zwei Stunden damit zugebracht mit Funny durch die Wälder zu laufen und Tobi hat auf zwei Wiesen Bumerang geworfen. Funnys Kopf ging da immer fein im Kreis. Aber sie konnte nicht hinterher, dank der Leine, hihi.
Somit waren wir nach den Wahlen daheim und lagen fix und alle um 21Uhr im Bett.

Also eigentlich gleich auch wieder...
in diesem Sinne:
Gute Nacht!