16. August 2009

Pre-Opening des Bullimuseums in Hess. Oldendorf

Nachdem wir vor einigen Monaten ja nun unsere Motorräder abgegeben haben, müssen wir uns fortan nicht bei jedem kleinen Sonnenschein in unsere Kombis schmeißen, um dann bei gefühlten 60°C vor diversen Ampeln zu stehen und im eigenen Saft zu baden.

Zum Glück besitzen wir ja unseren campingerprobten Bulli, in dem man in sommerlich luftiger Kleidung mit einem leichten um die Nase wehenden Fahrtwind ebenfalls die nähere Umgebung erkunden kann.

Mein Göttergatte ist u.a. Mitglied in einem Bulli-Forum, das von einer Interessengemeinschaft von T2-Bulli-Fahrern unterhalten wird, welches am Freitag und Samstag ein Pre-Opening (so nannte sich jedenfalls der Thread des entsprechenden Forums) eines entstehenden Bullimuseums ganz bei uns in der Gegend, nämlich in der alten Zuckerfabrik in Hessisch Oldendorf, abgehalten hat.

So machte sich unser Rudel der Stammtisch-Splittergruppe Ostwestfalen-Lippe (kurz StSpGrOWL - kleiner interner Scherz ;-)) auf den Weg, um selbiges zu besuchen und hinterher ein gemütliches Beisammensitzen und Reflektieren der neuen Eindrücke abzuhalten.


Nun weckte die Bezeichnung „Pre-Openening“ gewisse Erwartungen in mir, die nach Ankunft im Museum allerdings etwas enttäuscht wurden, da die offizielle Öffnung des geplanten Museums wohl noch einige Jahre harter Arbeit und noch größerer finanzieller Investitionen erfordert, bis das Museum so aussieht, wie es von dem zuständigen Architekturbüro in Zusammenarbeit mit den Vorsitzenden der IG geplant wurde.

Uns erwarteten dann sehr viele (zugegebener Maßen außerordentlich hübsche und gut gepflegte) T1´, T2s und T3s der IG und aus der privaten Sammlung von Christian Grundmann im Erdgeschoss des zukünftigen Museums.

Das Erdgeschoss soll später aber nicht die Besucher willkommen heißen, da dort in ferner Zukunft die Asservatenkammer und die Werkstatt untergebracht werden, sondern das Museum selber ist im ersten Stock des Gebäudes geplant.

Hier wartet allerdings, trotz der unglaublichen bisherigen Anstrengungen, noch eine Menge Arbeit auf den Verein. So ist z.B. das Dach undicht und wird in diesem Jahr noch gedeckt, es fehlen vorerst Hebebühnen, mit denen die Bullis ins obere Stockwerk gebracht werden sollen und es ist noch keinerlei sanitäre Einrichtung installiert.

Da das Museum ehrenamtlich aufgezogen und unterhalten werden soll, fürchte ich also, dass bis zur Eröffnung noch viel Wasser die Weser runter fließen wird. Trotzdem wünsche ich dem Verein viel Glück bei der Sponsorensuche und Gestaltung ihres Vorhabens.

Da wir die ausgestellten Bullis sehr schnell besichtigt hatten, wurde kurzerhand ein Besuch der privaten Sammlung von Christian Grundmann beschlossen, der uns auch ohne vorherige Anmeldung freundlicherweise durch sein kleines (aber umso beeindruckenderes, weil mit viel Liebe zum Detail eingerichtetes) Museum geführt hat.

Irgendwann am späten Nachmittag war der Hunger nach kultureller Nahrung dann aber doch gestillt und der Hunger nach frisch Gegrilltem machte sich breit, weshalb wir geschlossen auf einen Campingplatz in der Nähe umzogen.

Flott häuslich eingerichtet begann der lustigere Teil des Tages beim Genuss von Sommer, Sonne, Bier, Wein und Grillfleisch und zwischendurch gab es immer mal eine Abkühlung aus der Brause, da Campingbusse im Gegensatz zu Motorrädern immer mit so praktischen Einrichtungen wie fließend Wasser versehen sind. ;-)

Zusammen mit dem Sonnenuntergang ging dann leider wieder viel zu schnell ein wundervoller Sommertag zuende.


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