28. August 2009

Der unheimlich Verschwindibus

O.k., morgen geht es zur Hochzeit von Freunden, weshalb die Perlenkrallen gestutzt werden müssen. (Man will der Braut vor lauter Hektik bei der Umarmung schließlich keine bleibenden Schäden zufügen)
Zum Stutzen benutze ich meistens die Schere aus meinem Nageletui, das sich im Badezimmerschränkchen befinden sollte.

Also rein ins Badezimmer, Tür vom Schränkchen geöffnet und was sieht das suchende Auge?
Richtig! Nichts! Jedenfalls nicht das gesuchte Etui...
Aus Erfahrung als Mutter weiß man, wo man zu suchen hat, wenn man mal was nicht findet.
Also ab ins Kinderzimmer Nr. 1 und nachfragen: "Hast Du meine Nagelschere gesehen?" - darauf die prompte Standardantwort (Standard kommt übrigens nicht von Standarte ;-) ): "Mh-mh."
Wobei man "Mh-mh" je nach Tonfall als ablehnende Antwort, als Zustimmung oder als "weiß nich" deuten kann.
In diesem Fall ist "Ich doch nicht" gemeint.

Gleiche Frage im Kinderzimmer Nr.2 trägt immerhin zutage, dass man die Schere (samt Etui) wohl letzte Woche verschleppt hat aber unter Garantie und todsicher (also zumindest ziiiieeemlich sicher) wieder zurück an ihren Platz gelegt hätte. *Mist*

Dann (!!!) war da wohl doch wieder der unheimlich Verschwindibus am Werk. Irgendwas ist halt immer (weg).

Das gleiche Drama spielt sich mit der Küchenschere ab. Die hat seit Tagen kein Mensch gesehen (oder aus Versehen im Sofa oder so gefühlt). Die Fernbedienung aus dem Wohnzimmer ist auch verschwunden. (Was mich persönlich jetzt nicht so stört, denn ICH gucke ja gar nie Fernsehen und wenn, dann nur DVDs.)

Ob der unheimliche Verschwindibus wohl auch für die immer fehlenden zweiten Socken zuständig ist????

Ich fahre jetzt jedenfalls los und kaufe mir ein neues, eigenes Nageletui.
Und gleich dazu einen Safe. Den muss mir mein weltbester Ehemann dann im Schlafzimmer einbauen.
Und in den Safe schließe ich dann alle Sachen ein, die ich zum täglichen Leben brauche.

Aber wahrscheinlich lässt der Verschwindibus dann auf unheimlichen Wegen den Zugangscode aus meinem Kopf verschwinden. *hmpf*

Nachsatz: Rechtschreibprüfungsprogramme sind auch nicht mehr das, was sie mal waren...

1 Kommentar:

Nictom hat gesagt…

Bei mir hat das Eichhörnchensyndrom voll zugeschlagen. Ich verstecke mir regelmäßig selber Dinge. Tobi wird schon ganz nervös.
Heute morgen auf der Arbeit fehlte mein Büroschlüssel mit dem Einpiepser. Im Moment suche ich verzweifelt das Übertragungskabel zwischen Digicam und PC. (Schlüssel hat sich in der Zuhause hängenden Regenjacke wiedergefunden, anstatt in der Arbeitstasche zu liegen-Kabel fehlt weiterhin...).

Somit habe ich nun den Namen "Eichhörnchen" bei Tobi weg. Meine Fam. wundert sich schon nicht mehr, wenn ich wieder mal was suche, hihi.